Ein Plädoyer für den heimischen Werkzeug Koffer (aus der Sicht der werkstatt-queen)

In jungen Jahren fragte ich (Anmerk.: weiblicher Teil der Redaktion) mich immer, wofür man eigentlich so viel Werkzeug braucht. Wozu braucht man einen Keller voller Schraubenschlüssel, diverse Hammer, Schrauben, Muttern und elektronischen Werkzeugen? Als ich dann auszog und in meine erste Wohnung übersiedelte, war das Einzugsgeschenk meines Vaters tatsächlich ein Werkzeugkoffer. Kein Brot und Salz oder eine Pflanze. Nein, so ein komisches Ding mit orangem Deckel sollte fortan mein Überleben sichern. Schon beim ersten öffnen klappte der Deckel nach hinten und sämtlicher Inhalt des Koffers ergoss sich über den frisch geputzten Boden des neuen Heims (seufz).

Mit den Jahren muss ich schon sagen, dass ich dankbar bin für den kleinen aber feinen Werkzeugkoffer mit dem mein Vater mir eine Grundausstattung an Werkzeug mit in mein eigenständiges Leben vererbte. Wie oft möchte man Nägel in die Wand hauen, ein Kindermöbel aufbauen, kleinere DIY-Projekte realisieren und sucht das passende Werkzeug? Mit dem Werkzeugkoffer hat man immer alles griffbereit. Nun ist nicht jeder der geborene Heimwerker, aber eine Grundausstattung sollte schon sein! Bilder aufhängen zu wollen, kann peinlich werden, wenn man bei den Nachbarn zum xten-Mal den Hammer ausleihen muss.
Bei uns gibt es mittlerweile Profiwerkzeug in allen Ausführungen und ich verstehe nach Jahrzehnten eigener 4Wände, wie ein Keller aussehen kann, wie ein eigener Werkzeug-Shop – das mit dem Aufklappen und dem Runterfallen des Werkzeugkoffer-Inhaltes passiert mir allerdings heute noch… 🙂