Was bedeuten die Kategorien und die CE-Kennzeichnung bei Handschuhen?

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird in 3 verschiedene Kategorien eingeteilt, in Abhängigkeit von dem Grad der Gefahr, vor der sie schützen soll. Je größer die Gefahr umso höhere Anforderungen werden bei der Prüfung an das Schutzvermögen und die Zertifizierung des Handschuhs gestellt.

CE – KATEGORIE I (CAT 1)

Zu dieser Kategorie gehören Handschuhe, die bei geringen, rechtzeitig identifizierbaren, Gefahren angewendet werden. Dazu gehören Handschuhe mit geringeren Anforderungen an die mechanische Beständigkeit und  den Schutz vor heißen Gegenständen. Darunter fallen z.B. Garten- und Haushaltshandschuhe.

CE – KATEGORIE II (CAT 2)

Viele Schutzhandschuhe gehören zu dieser Kategorie. Dazu gehören Handschuhe mit mittleren Anforderungen an die mechanische Beständigkeit. Sie müssen von einem
zugelassenen Labor geprüft zu sein und von einer sog. eingetragenen Prüfstelle (notified body) typzugelassen sein. Handschuhe der Kategorie 2 sollen mit einem Piktogramm (z.B. EN 388 –  3121) gekennzeichnet sein, d.h. mit einem Symbol, welches zeigt, was und bis zu welcher Leistungsklasse geprüft wurde.

CE – KATEGORIE III (CAT 3)

Diese Handschuhe schützen in Situationen, in denen der Anwender die Gefahren nicht rechtzeitig entdecken kann, gegen Lebensgefahr und gegen bleibende Schäden. Hierher gehören z. B. Handschuhe zum Schutz gegen Hitze (über +100°C) und extremer Kälte (unter -50°C ) und gegen die meisten Chemikalien. Zu der Prüfung von einem zugelassenen Labor geprüft und der Zulassung einer eingetragenen Prüfstelle, muss die Herstellung und die Handschuhe kontrolliert werden, um die richtige Qualität sicherzustellen. Dann erst erhalten die Handschuhe ihre CE-Kennzeichnung + der Identifizierungsnummer der eingetragenen Prüfstelle (4 Ziffern, z.B. CE 0123).

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.